Meine Berg-Highlights 2014 und Pläne für 2015

Die Berge sind und bleiben meine Herzenssache. Auch wenn 2014 einmal mehr weit weniger Pläne realisiert, als auf dem heimischen Sofa geschmiedet wurden. Was auch immer die Gründe dafür gewesen sind, heraus kam ein tolles Berg- und Sportjahr. Mit dem Alter lernt man eben, dass die hohen Gipfel, steilen Wände und landschaftlich reizvollen Pfade noch lange da sein werden. Deshalb bereue ich keinen einzigen vorzeitigen Abbruch. Auf die jeweils landschaftlich – und sportlich schönsten Touren mit besonders netten und genauso starken Berggängern will ich hier zurück schauen.

Meine beiden bergsteigerischen Höhepunkte 2014

Klockerin

Auf dem eisig kalten Gipfel der Klockerin (3.422m)

Die landschaftlich schönste Tour 2014 war die einsame Überschreitung des Hinteren Bratschenkopf (3.413m) zum Gipfel der Klockerin (3.422m). Während der Hochtour über den Kapruner Hochgebirgsstauseen konnte unsere kleine Dreier-Seilschaft die erste Spur in die verschneiten Flanken beider Hohen-Tauern-Dreitausender legen. Lohn der Mühe für über 20km Wegstrecke bei gut 2.000 Höhenmetern war strahlender Sonnschein und freier Blick auf den Großglockner. Eigentlich wollten wir anschließend die Nacht im Heinrich-Schwaiger-Haus (2.802m) verbringen und tags darauf auf das Große Wiesbachhorn (3.564m). Aufgrund einer unterwegs verloren gegangenen Insulinspritze mussten wir den vollkommen freistehenden Hauptgipfel des Kapruner Kammes leider auslassen und direkt ins Tal absteigen. Bei dem Andrang, der am Großen Wiesbachhorn herrschte, keine besonders schwere Entscheidung.

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Kurztour auf das Ettaler Mandl (1.633m)

ettaler-mandl-klettersteig

Viel Verkehr herrscht am Klettersteig des Ettaler Mandl

Das Ettaler Mandl bietet sich für eine kurze Trainingsetappe in den Ammergauer Alpen, falls die Wetteraussichten einmal nicht so stabil sein sollten. Entsprechend häufig wird der kurze Klettersteig im Gipfelaufbau allerdings bei schönem Wetter begangen.

Startpunkt ist der gebührenpflichtige Parkplatz beim Kloster Ettal (877m) in den Ammergauer Alpen. Wir halten uns nordwärts Richtung Wald und passieren nach dem Parkplatz die Schaukäserei. Von dort folgen wir den Schildern auf einem breiten Kiesfahrweg ins Tiefental und steigen langsam bergan, bis der Fahrweg endet und in einem schmalen Bergpfad links in den Wald hinein mündet. Teilweise über Stufen geht es langsam steiler empor. Hinter uns gibt der Wald gelegentlich den Blick auf das Kloster Ettal frei. Nach etwa 45 Minuten passieren wir die kleine Tiefental Diensthütte und erreichen den dichter werdenden Bergwald. Nach knapp 1,5 Stunden stehen wir am Wandfuß des Ettaler Mandl von wo aus wenige Meter weiter der kettenversicherte Klettersteig links zum Gipfel abzweigt. Die Kette führt uns in 10 Minuten in leichter Kletterei bis hinauf zum Gipfelkreuz und Buch. Abstieg (1,25 Stunden) erfolgt wie Aufstieg. Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten.

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Trainingsetappe zum August-Schuster-Haus

August-Schuster-HausFür die Alpenüberquerung braucht man Kondition! Wer trainiert ist, hat auf dem Weg von Oberstdorf nach Meran garantiert mehr Spaß. Gut trainierte Wanderer erholen sich abends auf der Hütte besser von den Strapazen des Tages. Für die ersten Bergtouren kommen die zahlreichen Brückentage gerade recht und die Wetteraussichten sind für Christi Himmelfahrt und Pfingsten gar nicht so schlecht. Eine ganze Reihe Alpenvereinshütten hat auch bereits ab Anfang Mai geöffnet. Für die erste kleine Tagestour bietet sich das August-Schuster-Haus (1.564m) an. Die beliebte Hütte in den Ammergauer Alpen ist in 2,5 Stunden über den südseitigen Anstieg ab Schloss Linderhof bis auf letzte Altschneefelder bereits gut erreichbar. Routinierte Wanderer nehmen für eine weitere Stunde zuerst den Teufelstättkopf (1.755m) in Angriff. Die leichte Bergwanderung stellt keine großen Herausforderungen an die Technik. Für die drahtseilversicherten letzten Meter auf den Gipfel des Teufelstättkopf ist nur leichte Kletterei notwendig.

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