Skihütte Zams – Braunschweiger Hütte

  • Tourenlänge: 17 km
  • Wanderzeit: 9 Stunden (1 h Bus)
  • Aufstieg: 1.754 Hm
  • Abstieg: 1.580 Hm

Zur höchsten Hütte der Alpenüberquerung

Von der Skihütte Zams (1.780 m) beginnt der Tag mit dem Aufstieg zur Bergstation der Venet-Bahn auf dem Krahberg (2.208 m). Hier bietet sich ein umfassender Rundblick auf die Ötztaler Alpen im Süden, das Pitztal und das Kaunertal. Im Norden erkennen wir die gestrige Etappe durch die Lechtaler Alpen mit der Seescharte. Als Richtungsweiser gilt uns jetzt das Gipfelkreuz des Venet (2.512 m), den wir nach etwa 1 h überschreiten. Auf dem Grat weiter, über das Wannejöchl (2.497 m) zum Kreuzjoch (2.464 m) erkennen wir bald rechts unterhalb die Ortschaft Wenns, unser nächstes Zwischenziel.

Mit dem Postbus nach Mittelberg

Ab dem Gipfelkreuz des Kreuzjochs verlassen wir den Grat und folgen wir dem gut markierten Pfad nach rechts in Richtung „Piller, Wenns, E5“. Wir erreichen den Fahrweg und passieren die bewirtschaftete Larcher Alm (1.814 m, sehr gute Kässpatzn!). Von hier noch etwa 2,5 h bequem auf dem Fahrweg bis nach Wenns (982 m) zum Pitztaler Hof. Dort beginnt die etwa 1h Fahrt mit dem Postbus nach Mittelberg am Ende des Pitztals. Der Postbus fährst stündlich zum Preis von 5,- EUR.

Hüttenaufstieg mit Gletscherblick

Am Ausläufer des Mittelberg Ferners (1.736 m) beginnt unser Zustieg zur Braunschweiger Hütte. Nach 30 Minuten auf einem breiten Wirtschaftsweg erreichen wir die Gletscherstube (1.891 m), die letzte Einkehrmöglichkeit vor dem heutigen Etappenziel. Von hier aus noch etwa 3 Stunden zur Braunschweiger Hütte. Hinter der Gletscherstube passieren wir die Materialseilbahn der Hütte: Rucksacktransport für 3,50 EUR möglich, Feldtelefon links im Seilbahnhäuschen. Der Hüttenzustieg verläuft links vorbei am Wasserfall, in Kehren steil aufwärts durch die Felswand.


Nach etwa 45 Minuten treffen wir auf die Baustellen-Fahrbahn einer neu angelegten breiten Straße! Wir konnten sonntags problemlos drüber weggehen. Wir konnten aufgrund des schlechten Wetters nur erahnen, wie der Pitztaler Gletscher aussehen muss. Nach etwa weiteren 2h stehen stehen wir nach der letzten steilen Felsstufe plötzlich vor der Braunschweiger Hütte (2.758 m).

8 Gedanken zu “Skihütte Zams – Braunschweiger Hütte

  1. Hallo Sascha,
    wir haben keinen Platz mehr auf der Martin-Busch-Hütte bekommen und haben nun vor von der Braunschweiger Hütte nach Vent zu gehen, dort zu übernachten und am nächsten Tag den restlichen weg von Vent bis Meran bzw. zur Bushaltestelle am Stausee hinter uns zu bringen. Ist das eine realistische Tour?
    Vielen lieben Dank schon mal für die Antwort.

  2. Hallo,
    wer sich die 1.000 Höhenmeter zur Braunschweiger Hütte sparen möchte, kann auch mit der Stollenbahn „Gletscherexpress“ von Mittelberg (eine Bushaltestelle vor der Endhaltestelle) auf 2.800m fahren (14,50€) und über die Gletscherzunge zur Hütte laufen. Das sind dann insgesamt nur rund 300-400 Höhenmeter.
    Der Weg ist gut ausgeschlidert und der Weg über den Gletscher mit Pyramiden aus je drei Stäben markiert. Der Aufstieg zur Hütte führt dann über ein Geröllfeld. Man braucht keine besondere Ausrüstung.
    Der Weg ist sehr schön und wenig belaufen. Man ist, wenn man nicht auf die Bahn warten muss, etwa eine Stunde schneller oben.

    • Wir können diesen Weg über den Gletscher ohne Ausrüstung nicht empfehlen! Wir sind am 16.09.2015 rüber und es war sehr gefährlich! Wir hatten zu dem noch Regen und Sturmböen, die auf dem Gletscher extrem zu spüren waren. Der Gletscher hat mehrere große Gletscherspalte und ist an einigen Stellen sehr steil, so dass man leicht ins Rutschen geraten könnte!

      „Der Weg ist gut ausgeschlidert und der Weg über den Gletscher mit Pyramiden aus je drei Stäben markiert.“ -> Dem war nicht so, die Markierungen lagen irgendwo unten am Gletscherrand oder im Tal. Zufällig habe ich eine liegen sehen, das war es aber auch schon! Uns kamen auch Leute entgegen, die den Weg nicht fanden und noch die Wahl hatten umzudrehen.

      „Der Aufstieg zur Hütte führt dann über ein Geröllfeld. Man braucht keine besondere Ausrüstung.“ -> Wir sind ohne Ausrüstung über den Gletscher und würden es nie wieder tun. Zum Glück hatten wir Helfer und einer von uns hatte eine Art Steigeisen bei. Das Geröllweld liegt ebenfalls teilweise noch auf dem Gletscher. Das war dann aber nur noch ein Klacks.

  3. Hallo E5 Wanderer,

    beim Aufstieg zur Braunschweiger Hütte empfehle ich eine Mütze und Handschuhe. Wir waren im Sommer dort und es hat kräftig gescheit. Am nächsten Morgen um 6:30 war es sehr kalt. Auch hoch zum Gletscher war es Kalt. Am Mittag auf dem Weg nach Vent liegt der Hang in der Sonne und es ist ein langer Weg zur Martin Busch Hütte.

  4. Auch dieser Tag war ein weiteres Highlight. 35° im Schatten ließen allerdings den Aufstieg zur Braunschweiger nicht mehr zu und wir quartierten uns in der Gletscherstube ein. Eine absolut empfehlenswerte Variante. Tolles Team der Gletscherstube und ein sehr gutes Preis-Leistungs Verhältnis. Die Lager waren tip top sauber und die Stimmung am Abend ( ca. 16 Wanderer hatten die selbe Idee) war einfach unbeschreiblich schön.

    • Wir werden in diesem Jahr im August den E5 gehen und haben uns Deinen Tipp mit der Gletscherstube zu Herzen genommen. Wir werden und hier einquartieren. Wie ändern sich dann die Höhenmeter und die Wanderzeit? Wie seid ihr von da aus weitergegangen? Wir planen bis nach Vent zu gehen und dann als letzte Etappe über die Similaunhütte nach Meran.

      • Hallo Christina,

        die Gletscherstube liegt auf 1.891m, die Braunschweiger Hütte auf 2.758m, d.h. ihr spart euch auf dieser Etappe 867 Hm. Diese Entscheidung halte ich für gar nicht schlecht. Eure Etappen wären dann:

        4. Gletscherstube – Braunschweiger Hütte – Rettenbachjoch – Panoramaweg nach Vent (Aufstieg: ca. 1.100 Hm, Abstieg: ca: 1.100 Hm, Wanderzeit: ca. 8 Stunden)
        5. Vent – Martin-Busch-Hütte – Similaun Hütte (Aufstieg: ca. 1.100 Hm, Abstieg: 0 Hm, Wanderzeit: ca. 5 Stunden)
        6. Similaun Hütte – Vernagt Stausee – Bus nach Meran (Aufstieg: 0 Hm, Abstieg: ca. 1.300 Hm, Wanderzeit: ca. 3,5 Stunden bis zum Stausee)

        Die 3. Etappe beginnend von der Skihütte Zams verkürzt du damit um etwa 3,5 Stunden (eben den Anstieg zur Braunschweiger Hütte). Wir haben damals in der Gletscherstube lediglich eine Pause eingelegt. Mit der Pause durch die Busfahrt nach Mittelberg waren wir wieder fit für die letzten 3 Stunden hinauf zur Braunschweiger Hütte.

        Grüße,
        Sascha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.