Braunschweiger Hütte – Martin-Busch-Hütte

  • Wanderzeit: 8 Stunden
  • Aufstieg: 950 Hm
  • Abstieg: 1.330 Hm

Über den Rettenbachferner

Der Tag beginnt früh für die schöne lange Etappe. Das das Pitztaler Jöchl wegen Steinschlag gesperrt war, bleibt nur der rechte Weg über das Rettenbachjoch. Beide sind bereits südöstlich der Hütte zu sehen.


Der Weg fällt zunächst leicht ab und führt dann steil hinauf zur Steinmauer unterhalb der Liftanlagen. Teilweise mit Drahtseilen versichert, erreichen wir nach etwa 1 h das Rettenbachjoch (2.990 m) mit der Endstation des Sessellifts. Links vorbei am Lift führt der Weg hinunter in Richtung Parkplatz am Restaurant Rettenbachgletscher (2.684 m). Immer links der Liftanlage betreten wir kurz den Rettenbachferner. Gletscherausrüstung (Steigeisen, Eispickel, Seil, Gurt,) sind aber nicht notwendig. Parkplatz Rettenbachjoch Unten auf dem Parkplatz warten wir auf den Bus, der uns stündlich durch den Rosi-Mittermeier-Tunnel in 8 Minuten auf die andere Bergseite zum Restaurant Tiefenbach (2.739 m) und dem Tiefenbachferner bringt. Der Fahrpreis beträgt etwa 1,50 Euro. Der Tunnel kann wohl auch als Fußgänger durchquert werden.

Auf dem neuen Panoramaweg nach Vent

Direkt an der Bushaltestelle steigen wir links des kleinen Sees auf dem Fahrweg leicht bergan in Richtung Panoramaweg. Der Weg birngt uns leicht abfallend oberhalb des Venter Tals in 4 h nach Vent. Am Weißkarsee (2.658 m) bietet sich nach etwas über einer Stunde vom Parkplatz ein schöner Rastplatz. Weißkarsee Über einige kleine Gegenanstiege steigen wir weiter talwärts. Links von uns liegen die Stubaier Alpen, vor uns das Venter Tal mit der Kreuzspitze (3.455 m), dem Hausberg der Martin-Busch-Hütte. Der Weg dorthin durch das Niedertal ist vor uns bereits deutlich erkennbar. Der Pfad mündet in einen asphaltierten Fahrweg, der uns in 30 Minuten nach Vent (1.896 m) bringt.

Einkaufen in Vent

Links geht es in den Ort hinein, in dem wir nach etwa 200 m unsere Vorräte im Venter Kaufhäusel (inkl. Sportgeschäft) auffüllen können. Der Laden ist sogar sonntags geöffnet! Lager der Martin-Busch-HütteWeiter in Richtung Martin-Busch-Hütte überqueren wir die Venter Ache auf der Autobrücke. Im Hotel Tirol gibt es abends einen Rucksacktransport mit dem Jeep zur Hütte (6,- EUR). Über eine Holzbrücke kommen wir zum Ochsenkopflift und kürzen den Forstweg direkt am Lift vorbei nach oben ab. Nach etwa 1,5 h passieren wir die Schäferhütte und erreichen nach einer weiteren Stunde die Martin-Busch-Hütte, mit ihrem recht engen Gastraum.

17 Gedanken zu “Braunschweiger Hütte – Martin-Busch-Hütte

  1. Hallo 🙂
    ich werde Ende Juli auf dem E5 wandern. Wir haben bis jetzt alle Unterkünfte bestätigt bekommen, doch leider hat uns die Braunschweiger-Hütte abgesagt. Was gibt es für gute Alternativen? Wir kommen von Zams und wollen anschließend zur Martin-Busch-Hütte.

    Vielen lieben Dank im Voraus.

    • Hallo Silke,

      wir gehen Ende Juni und werden von der Braunschweiger Hütte nach Vent, hier Übernachten und dann zur Similaunhütte,
      da wir auf der Martin-Busch-Hütte auch kein Bett bekommen haben.
      LG Brigitte

  2. Wir hätten für August geplant von der Braunschweiger Hütte nach Vent zu gehen, dort zu übernachten und am nächsten Tag dann von Vent zur Similaunhütte und dort wieder übernachten. Um tagsüber noch einen Abstecher zur Ötzi Fundstelle zu machen. DAnn von der Similaun nach Meran wiederum am nächsten Tag. Ist das realistisch und gut machbar? 🙂 Würde mich über eine kurze Rückmeldung sehr freuen.. LG Silke

  3. Hallo!

    Ich habe eine Tour Ende August geplant und alle Reservierung durchgeführt. Leider habe ich eine Absage von der Martin Busch Hütte bekommen.
    Kann mir jemand eine Alternative nennen, die vor oder hinter der Hütte eine Schlafmöglichkeit bietet?
    Vielen Dank!

      • Hallo Marius, in dem Fall würde ich fast in Vent in einer kleinen Pension bleiben und erst am Folgetag über die Martin-Busch-Hütte und die Similaunhütte nach Vernagt absteigen. Schöner ist natürlich die gemütliche und moderne Similaunhütte auf über 3.000m mit herrlichem Blick auf den Niederjochferner. Die liegt aber zusätzlich 2h und 500 Hm von der Martin-Busch-Hütte entfernt. Das wären für die vorletze Etappe 10h Gehzeit und fast 1.500 Hm. Ist definitv machbar aber auch nicht ohne.

          • Ansonsten bliebe noch die Alternative und auf dem Hochjoch Hospiz zu schlafen.
            Bliebe dann ja von der Tagesanzahl identisch oder habe ich mich verlesen?
            Ist der Weg zu empfehlen?

      • hallo,

        ich habe dieses jahr den e5 gemacht.
        die martin-busch-hütte reserviert nur ca. 1/3 der schlafplätze vor, das ist wohl so vorgegeben. ist man zeitig da, ist es aber kein Problem, einen schlafplatz zu bekommen. so war es auch bei uns.
        wenn man von der braunschweiger kommt, wäre es eine ziemliche gewalttour bis zur similaunhütte (die ist übrigens supertoll!!!) durch zu wandern. dann lieber in vent bleiben und am nächsten tag bis nach vernagt weitergehen!
        liebe grüße, nicole

  4. Hallo Markus,
    wir wollen nächste Woche den E5 gehen.
    Ist die Panoramastrecke über die Martin Busch Hütte kürzer als die E5 Variante?

  5. Hallo,
    mit welcher Karte finde ich den Weg von der Braunschweiger Hütte zur Martin Busch Hütte?
    Die Kompas Karte E5 Süd, zeigt eine andere Variante der Route. Welches Kartenmaterial hast Du für deine beschrieben Route benutzt?

    • Hallo Markus, genau genommen verlässt man auf dem Weg von der Braunschweiger zur Martin-Busch-Hütte den E5. Der Fernwanderweg geht eigentlich über Bozen weiter Richtung Verona. Aber zurück zu deiner Frage: Die hier beschriebene Route kannst du im Rother Wanderführer „Fernwanderweg E5“ (siehe Menüpunkt „Liteatur“) nachlesen. Im Wanderführer ist es die Variante V11. Bei der Braunschweiger Hütte sind die beiden Varianten über das Pitztaler Jöchl oder das Rettenbachjoch angeschrieben. Über beide Varianten erreichst du das Skigebiet Rettenbachferner und nach der kurzen Busfahrt durch den Tunnel kannst du auf den Panaoramaweg nach Vent starten. Wenn du eine Karte bevorzugst, findest du die komplette Route in der Kompass Wanderkarte 43 „Ötztaler Alpen“. Alternativ einen Teil der Route in der Alpenvereinskarte Blatt 30/1 „Ötztaler Alpen“.

      • Unsere Truppe hat sich ab Braunschweiger Hütte wieder geteilt (18.09.2015).
        Der Teil ging den einfacheren Weg über das Rettenbachjoch. Der andere Teil ging über das anspruchsvollere Pitztaler Jöchl. Wir trafen uns dann im Restaurant Rettenbachgletscher.

        Weg über das Rettenbachjoch:
        Alles machbar und wie im Rother beschrieben (in Etappe12 enthalten, im aktuellen Rother Seite 110 „Variante über das Rettenbachjoch“).

        Weg über das Pitztaler Jöchl:
        Es war wohl sehr unangenehm. Ich war in der Rettenbachtruppe, daher kann ich nur berichten. Kurz: teilweise verschüttet, irgendwann gab es kein zurück mehr und man musste durch, Geröll auf Eis/Schnee, teilweise kein sichtbar markierter Weg und als sie dann „unten“ ankamen stand, dass der Weg wegen Steinschlag gesperrt war… Tja, aber leider erst als sie eben unten waren. Wir hätten vorher in der Hütte nachfragen sollen!

    • Hallo Markus,
      Opa Stanic und Enkel Simon sind am 24.07.2012 auf der Braunschweiger Hütte .. nach Vent unterwegs, dann nach Similaun Hütte über Martin Busch Hütte. Vieleicht trifft man sich???

  6. Nach dem frühen Aufstieg auf die Braunschweiger (tolle Hütte, leider machten wir dort nur eine Pause) traf uns die Sonne auf dem Panoramaweg wieder mit voller Kraft und der Abstieg nach Vent war schon sehr anstrengend. Wieder waren wir froh, unsere Wasserreserven auf der Braunschweiger ergänzt zu haben. Erneute 35° machten die Entscheidung in Vent zu bleiben leicht. Wir fanden ein schönes Quartier, dass zu einem sehr fairen Preis, ein sehr sauberes Bergsteigerlager (Hüttenschlafsack war unnötig) und ein prima Frühstück anbot. Nochdazu gab es am Morgen vom Bergführer Eberhardt Fimmel noch gute Tipps für den Aufstieg. Ach ja, es war das Haus Eberhardt, gleich nach der Brücke rechts und hinter dem großen Hotel. Wer früh genug anruft, für den heizt Frau Fimmel auch die Sauna an. Sogar eine Bergschuhtrocknungsanlage hatten sie zu bieten. Im Gegensatz zur Similaunhütte funktionierte die sogar.

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