Alpenüberquerung auf dem E5 mit Kaunergrat-Variante – Interview mit Jochen

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Aussicht vom Hirzer in Richtung Dolomiten © Jochen Schorn

Erneut dürfen wir verkünden, dass sich vor wenigen Tagen ein Wanderer gemeldet hat, der seine taufrischen E5-Eindrücke mit Euch und uns teilen möchte. Es ist Jochen Schorn, dessen elftägige Tour von Oberstdorf nach Bozen am 18. August 2016 startete und der also gerade erst aus den Alpen zurückgekehrt ist. Ihm liegt es besonders am Herzen, Klarheit über die E5-Variante über den Kaunergrat, die er gewandert ist, ins Netz zu bringen. Zu der Strecke finden sich nämlich nur sehr widersprüchliche Aussagen. Diese Gelegenheit geben wir ihm gern, denn Jochen hat viele wertvolle Tipps für jeden E5-Wanderer von seinem Abenteuer mitgebracht. Seine ausführlichen Antworten füllen ganze drei Seiten. Solch ein Engagement schätzen wir. Daher an Euch andere der Aufruf: “Erzähle die Geschichte deiner Alpenüberquerung“.

Hallo Jochen, soviel, dass Du die Alpen nicht ganz auf der heute klassischen Route überquert hast, wissen wir ja schon. Bevor Du uns von Deinem Alpenabenteuer berichtest, wollen wir Dich jedoch ein bisschen kennenlernen. Was sollten wir über Dich und Deine Wanderleidenschaft wissen?

Ich bin schon als kleines Kind häufig mit meinen Eltern zum Wandern gegangen. Die waren damals schon erstaunt, dass ich so stramm gelaufen bin. Im Gegensatz zu einem Spaziergang durch die heimischen Wälder war das Wandern in den Bergen immer irgendwie ein Abendteuer. Ich verdanke es wohl meinen Eltern, dass mich damals schon die Wanderlust gepackt hat und bis heute noch anhält. Der Wehrdienst bei den Gebirgsjägern hat sein Übriges dazu beigetragen, dass mich die Faszination Berg nie wirklich losgelassen hat. Zu guter Letzt bin ich auch im Winter recht aktiv in den Bergen unterwegs. Dank Telemark-Ski am Fuss sind da auch kleine Aufstiege problemlos machbar.
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Alpenüberquerung auf dem E5 – Interview mit Jürgen aus Alzey

Auf dem Timmelsjoch

Vor wenigen Tagen gab es wieder eine freudige Überraschung in meinem E-Mail-Postfach. Jürgen fragte an, ob er nicht auch seine Tipps und Tricks zur Alpenüberquerung weitergeben dürfte. Ob er tatsächlich „dürfte“ verwendete, weiß ich nicht mehr so genau. Eines ist aber klar, jeder(!) ist natürlich herzlich Willkommen, anderen Wanderern mit seinen oder ihren gemachten Erfahrungen bei der Planung weiter zu helfen. Falls auch ihr mitmachen wollt, schaut in meinen Beitrag: „Erzähle die Geschichte deiner Alpenüberquerung„. Ganz riesig freue ich mich Jürgens Antworten Interview mit vielen Einblicken zur Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Bozen! Alle Interview findet ihr übrigens in der Interviewserie. Falls ihr weitere Fragen habt, postet sie einfach

 

unten in den Kommentaren und ich leite sie an Jürgen weiter.

Wir starten wie immer mit einem kurzen Intro: Was muss man über dich wissen?

Ich bin Jürgen, 26 Jahre alt, Lehramtsantwärter für Grundschulen und wohne momentan in Alzey (in der Nähe von Mainz, Rheinland-Pfalz). Regelmäßige Wandertouren in den Alpen, gehören schon seit dem Grundschulater zu meinem Leben dazu, früher mit der Familie, und heute mit Freunden. Nach einer Alpenüberquerung mit dem Mountainbike im Jahr 2010, schlummerte die Idee die Alpen auch zu Fuß und auf einer anderen Route zu überqueren länger in mir.

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Alpenüberquerung auf dem E5 – Interview mit Sven aus München

Alpenüberquerung Sven KesslerWieder einmal gibt es eine aktuellen Blick auf den E5 (zumindest einen Teil davon). Nach Michelle und Johannes, stellt sich diesmal Sven aus München meinem Fragebogen, der im Sommer 2014 von Oberstdorf nach Meran über die Alpen gewandert ist. An dieser Stelle deshalb vielen lieben Dank Sven, dass du anderen Wandersüchtigen und Bergverrückten mit deinen Erfahrungen während der Alpenüberquerung weiterhelfen möchtest. Sven schreibt übrigens in seinem eigenen Blog, in dem er noch genauer auf die einzelnen Etappen eingeht. Schaut gerne mal vorbei: https://traumvomat.wordpress.com.

Hallo Sven, bitte sag uns zumStart erst einmal ein paar Worte zu dir.

 

Ich bin Sven, 21 Jahre jung und Student. Ich wohne im wunderschönen München, welches natürlich auch eine schöne Ausgangslage für kleinere Wanderungen ist. Auf die Idee, die Alpen zu überqueren, bin ich gekommen, da ich mir vorgenommen hab/hatte, den Appalachian Trail in den USA zu wandern und man vielleicht nicht gleich mit einer 3-6monatigen Wanderung starten sollte. Nachdem ich dann meinen besten Freund mit dem „Wanderfieber“ angesteckt hatte, war klar, dass wir im Sommer gemeinsam wandern wollten und nach kurzen Recherchen war die Alpenüberquerung gefunden und beschlossen.

Bist du Mitglied im Deutschen Alpenverein und hältst du das für die Alpenüberquerung für sinnvoll?

Ich bin wegen der Alpenüberquerung dem DAV beigetreten und erachte es auf jeden Fall für sinnvoll, nicht nur wegen der günstigeren Übernachtungen, sondern auch wegen der Versicherung des DAVs, da ja immer mal etwas passieren kann.

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Alpenüberquerung auf dem E5 – Interviews mit den Wanderern

Michelle und Johannes Alpenüberquerung
Michelle und Johannes aus Erlangen

Jede Menge Leidenschaft und Selbstdisziplin werden im Laufe der Alpenüberquerung von den Teilnehmern abverlangt. Als regelmäßiger Berggeher ist mir der Verzicht auf städtischen Komfort keineswegs fremd. Dennoch liegt meine letzte Etappe zwischen Oberstdorf und Meran schon ein paar Jahre zurück und ich versuche hier mit möglichst aktuellen Tipps, allen Alpenüberquerern die Planung zu erleichtern. Dabei unterstützen mich heute Michelle und Johannes aus Erlangen, die sich diesen verregneten Sommer auf den Weg von Oberstdorf Meran begeben hatten. Anschließend stellten sich beide meinen Fragen.

Hallo Michelle, Hallo Johannes, bitte stellt euch kurz vor und wie seid ihr auf die Idee zur Alpenüberquerung gekommen?

„Wir sind Michelle und Johannes aus Erlangen. Wir sind seit längerem Mitglieder im DAV Sektion Erlangen, da wir gerne in der Fränkischen wandern gehen.
Ein Freund von uns hat den E5 vor einem Jahr gemacht und uns haben die Bilder und Erzählungen von ihm total geflasht und so ist der Plan, diesen Weg auch einmal zu gehen, entstanden.“

Seid ihr morgens nach Oberstdorf angereist und direkt zur Kemptner Hütte aufgestiegen?
„Wir sind am Abend vorher mit dem Auto nach Oberstdorf gereist und haben in einer kleinen Pension in Oberstdorf geschlafen, wo wir auch unser Auto umsonst für die Woche stehen lassen konnten. Wir sind am Montag angereist und Dienstag Morgen losgelaufen.“

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