Pflege der Wanderstiefel

Pflege Wanderschuhe
© Maren Beßler / pixelio.de

Der Schnee hat die Wanderwege längst im Griff. Einzelne Pfade in den Mittelgebirgen sind zwar noch gut begehbar, aber wer am Wochenende nicht die Schneeschuhe unter die Sohlen spannt, wird die Wanderschuhe bereits eingemottet haben. Bevor die edlen Treter ihr Dasein im Keller fristen, sollte man sich ein paar Gedanken zur richtigen Pflege machen. Eigentlichmuss man sich nur drei Schritte merken:

  1. Putzen
  2. Imprägnieren
  3. Wachsen

Richtig durchgetrocknet dürften sie ja sein, wenn sie schon länger nicht mehr in Gebrauch waren. Falls nicht, keinesfalls am Kamin oder der Heizung trocknen, da das Leder sich verziehen oder spröde werden kann. Die Einlegsohlen kommen zum Trocknen natürlich raus. Schmutzige Stiefel wäscht man am einfachsten mit einer Bürste und lauwarmem Wasser und lässt sie trocknen.

Textilstiefel, z.B. aus Cordura, bekommt man mit Imprägnierspray wieder dicht. Die Schnürsenkel nimmt man vorher natürlich raus.

Auch bei Lederstiefeln verhindert das Spray, dass Schmutz und Wasser in die Naturhaut eindringen kann. Nach 24 Stunden Einwirkzeit kommt die Feinarbeit. Wanderstiefel aus hydrophobiertem Leder werden gewachst (kein Lederfett!). Es schützt das Leder zuverlässig vor Wasser und Schmutz und erhält die Geschmeidigkeit des Leders. Leichter auftragen lässt sich das Wachs mit dem Schwamm, wenn man es vorher im Backofen (50 °C) etwas anwärmt. Ein wenig Mühe und ein paar Euro muss man also schon investieren, wenn man lange Freude an den geliebten Kilometerfressern haben will.

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Schlafsack für die Alpenüberquerung

HüttenschlafsackSpätestens in der Planungsphase für die Alpenüberquerung stellt sich die Frage, welcher Schlafsack für die mehrtägige Trekkingtour am besten geeignet wäre. Ganz pauschal lässt sich das nicht beantworten. Dennoch spielen nur zwei Faktoren eine wesentliche Rolle:

1. Übernachtung ausschließlich in Hütten
2. Biwakieren im Freien möglich

Bereits bei der Routenplanung können beide Punkte mit hoher Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden. Falls ich mich beispielsweise komplett auf den E5 beschränke, sind die Abschnitte zwischen bewohnten Gemeinden im Tal und den bewirtschafteten Hütten in den Hochebenen vergleichsweise kurz. Die Wahrscheinlichkeit eines unumgänglichen Notbiwaks (für das ein Biwaksack im Gebirge immer dabei sein muss!) ist auf ein Minimum reduziert. Falls ich mich also auf die Übernachtung in den Berghütten einstelle, beschränke ich mich auf einen Hütten- oder Reiseschlafsack. Diese sind sogar aus hygienischen Gesichtspunkten Pflicht! Jede Alpenvereins- oder private Hütte verfügt über zwei Wolldecken in den Massenlagern oder sogar Daunenbettwäsche in den Zimmern. Wer zum Frösteln neigt, wird damit ohne arktischen Albtraum gemütlich einschlafen. Da die Hütten häufig recht voll sind, heizen die Schlafkameraden das Lager sowieso rein durch die abgegebene Körperwärme auf sommerliche Temperaturen.

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