Ausrüstung

Die optimale Ausrüstung für die Alpenüberquerung

Man sollte sich vorab genau überlegen, was man tatsächlich braucht. Für die Alpenüberquerung ist ein Rucksackgewicht von etwa 8-10 kg empfehlenswert. Mit Essen, Trinken und Ersatzkleidung ist das schnell zusammen. Extra kommen Digitalkamera, Ersatzakku, usw. Ein Test bei einer Tagestour im Vorfeld ist nie verkehrt. Steigeisen und Gamaschen benötigt man für die kurzen 100 Meter Abstieg auf dem Rettenbachferner nicht. Wer jedoch die Alpenüberquerung mit der leichten Besteigung des Similaun (3.606 Meter) krönen möchte, kann darauf sowie zusätzlich Eispickel, Klettergurt, Halbseil und Bandschlingen nicht verzichten.

 jetzt Packliste für die Alpenüberquerung herunterladen (pdf, 121 kb)

Eine gute Packliste könnte so aussehen:

    Deuter Guide 45+ Tourenrucksack

  • Tourenrucksack mit 30 bis 40 Liter Volumen, z.B. der Deuter Guide 40+ SL (Frauen) oder der Deuter Guide 45 (Männer)
  • feste Bergschuhe, z.B. der neue Hanwag Lima GTX, ein Dauerläufer speziell entwickelt für alpines Gelände
  • 2 Paar Wandersocken, seit geraumer Zeit schwöre ich wegen des Tragekomforts auf Socken mit hohem Anteil an Merinowolle, wie z.B. die Icebreaker Trekkingsocken für Damen oder für Herren
  • Mammut Basejump Advanced Pant

  • bequeme Berghose, für den zweiten Teil der Alpenüberquerung. Besonders in den Gletscherregionen würde ich eine leichte Softshellhose empfehlen, z.B. eine North Face Softshell-Hose. Die Hose hat ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis
  • kurze Hose, hier sind Bequemlichkeit und Packmaß oberste Maximen. Sehr gut ist die neue Marmot Funktionsshort aus Softshell-Material
  • Fleece-Pullover wie den Adidas Zippfleece Pullover mit Climawarm für gute Wärmeisolation
  • wetterfeste, warme Oberbekleidung: Aufgrund des Packmaßes empfehlen sich Regenjacken aus Gore Paclite oder ähnlichen Materialien anderer Hersteller, z.B. der Bestseller North Face Venture Jacket oder die North Face Upland Jacket Women
  • Smartwool Microweight Tee
  • atmungsaktive Unterbekleidung: hier liegen Shirts aus Merino-Wolle voll im Trend, z.B. das Smartwool Microweight Tee
  • Handschuhe, die gegen die morgendliche Kälte auf dem Gletscher schützen. Völlig ausreichend sind gute Fleecehandschuhe mit Handinnenflächen aus Leder wie z.B. die Mammut – Astro Glove
  • Mütze gegen Sonne (Schildmütze) und Kälte, da es im Gegensatz zu den Allgäuer und Lechtaler Alpen in den Gletscherregionen des Pitz- und Ötztals recht kalt werden kann, z.B. von Black Diamond das Icon Beanie
  • Sonnenschutz ist unerlässlich. Bei empfindlicher Haut hat sich das Ladival Sonnenschutzgel für allergische Haut absolut bewährt. Lichtschutzfaktor 25 ist keineswegs zu hoch. Es bietet zuverlässigen Schutz und verläuft nicht beim Schwitzen
  • Julbo Dolgan Sonnebrille
  • Sonnenbrille, unerlässlich zum Schutz der Augen, besonders in Gletschernähe. Unbedingt darauf achten, dass die Brille auch nach 12 Stunden tragen nicht drückt oder Kopfschmerzen verursacht. Eine gute Brille ist die Julbo Dolgan mit abnhembaren Seitenblenden
  • Trinkflasche oder Trinkssystem. Gute Rucksäcke sind für Trinksysteme vorbereitet. Diese Wasserbeutel werden sicher in einem separaten Fach im Rucksack verstaut. Das kühle Nass kann jederzeit durch einen Schlauch genossen werden. Das erspart lästiges Rucksackabsetzen und nach der Flasche greifen. Sehr gut ist das Deuter Streamer-Trinksystem
  • Black Diamond Contour Elliptic
  • Teleskopstöcke. z.B. die Black Diamond Contour Elliptic Trekkingstöcke erleichter das Gehen merklich
  • Tourenverpflegung (Müsliriegel), hier nicht übertreiben. Es gibt unterwegs genügend Jausenstationen für eine kräftige Brotzeit
  • Kulturbeutel
  • kleines Handtuch
  • Hüttenschlafsack
  • Schlappen für Abends auf den Hütten
  • Personalausweis
  • Alpenvereinsausweis


6 Antworten auf Ausrüstung

  1. Isa sagt:

    Ich empfehle als Sonnenschutz “Visola” (Apotheke). Damit habe ich (hellhäutiger Typ) neun (!) Stunden in der prallen Sonne in Rom gestanden und KEINEN Sonnenbrand bekommen! Noch nicht einmal eine leichte Rötung! Ein Freund hat es beim Bergwandern mit gleich gutem Ergebnis benutzt – er hat schon mal schnell Last mit “verbrannter Kniescheibe”, weil er Schirmmützen nicht mag ;-)
    Visola ist etwas teurer, aber sehr sparsam im Gebrauch. Außerdem sabbert und schmiert es nicht. Einmal eingezogen (was superschnell geht) spürt man es gar nicht mehr.

  2. Klaus sagt:

    Hi Pia, war vor 2 Wochen auf dem E5. Inlet reicht völlig aus, da es in den Matrazenlagern sowiese sehr warm ist. Schlafsäcke sind, soweit ich weiß, auf Alpenvereinshütten verboten.

    Grüße

  3. Kai sagt:

    Hallo Pia, ein Inlett-Schlafsack reicht vollkommen. Es gibt überall Decken und 2 mal sogar Bettzeugs.
    Viel Spass auf der Tour

  4. Pia sagt:

    Hallo,
    ich habe mich etwas durchs Internet gewühlt aber, leider habe ich bisher noch keine ganz klare bzw. brauchbare Antwort gefunden, könnt Ihr vielleicht eine Schlafsack Empfehlung geben? Reicht es tatsächlich aus nur ein Inlett mitzunehmen?

  5. admin sagt:

    Hallo Manu, natürlich brauchst Du den Ausweis nicht zwingend – Du sparst nur die Hälfte bei der Hüttenübernachtung auf Alpenvereinshütten, hast Anrecht auf das günstigere Bergsteigeressen und -Getränk und auch sonst noch zahlreiche Vorteile. Genaueres findest Du beim Alpenverein. Aber übernachten lassen sie Dich auf der Hütte auch ohne Alpenvereinsausweis ;-)

  6. Manu sagt:

    Hi! Ich habe in der Packliste den Alpenvereinsausweis gelesen. Brauch ich den grundsätzlich für die Überquerung?

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